Lebensmittelanbau unter Wasser in Nemo's Garten

„Ein Unterwasser-Gewächshaus für Lebensmittelanbau? Das klingt wohl eher nach einer phantastischen Idee als nach der Realität. Ein italienischer Tauchausrüstungshersteller hat diese außergewöhnliche Vorstellung jedoch in die Tat umgesetzt und „Nemo’s Garden“ errichtet. Wir von Leaf Systems haben uns das Projekt für euch mal genauer unter die Lupe genommen. “ 

 

Nemo’s Garden – Was ist das?

Als der Hobbytaucher Sergio Gamberini die Idee hatte Nutzpflanzen unter Wasser anzubauen, zweifelten wahrscheinlich viele Menschen an seinem Verstand. Der Italiener verfolgt mit seiner Vision das ambitioniertes Ziel die Ernährungsprobleme der Welt zu lösen. Durch das Projekt Lebensmittelanbau in Nemo’s Garden will er eine Alternative für die Landwirtschaft in Wüstenstaaten wie Saudi-Arabien oder Namibia entwickeln.

In acht Meter Wassertiefe installierte Gamberini zusammen mit dem Team der Ocean Reef Group im Jahr 2012 mehrere durchsichtige Biosphären. Vor der Küste Liguriens im Nordwesten Italiens etwa 100 Meter von der Küste entfernt baut der Italiener sehr erfolgreich Basilikum an. Mittlerweile gibt es bereits drei Biosphären-Typen. Die kleinste und mittlere Glocke fassen jeweils 200 bzw. 800 Liter. Mit fast 2000 Litern fasst die größte Bisosphäre sogar etwa 14 Badewannen-Füllungen.

 

Lebensmittelanbau unter Wasser

Beste Voraussetzungen für Lebensmittelanbau

Die Idee von Unterwasser Treibhäusern profitiert zum einen natürlich von der zukunftsorientierten Vision des Hobbytauchers. Aber zum anderen auch von der einzigartigen Umgebung des Meeres. Nemo’s Garden schafft mit konstanten Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, keinem Schädlingsbefall sowie der natürlichen Verdunstung der Flüssigkeitsoberfläche die optimalen Voraussetzungen für den Anbau. Da die Biosphären unter Wasser vor Wetterumschwüngen und Jahreszeitenwechsel geschützt sind, können die Lebensmittel das ganze Jahr geerntet werden.  

Zukunftsvisionen

Mit dem Schritt zur Industrialisierung des Projektes macht Gamberini den ersten Schritt in Richtung einer alternativen und vor allem verantwortungsbewussten Lösung des Lebensmittelanbaus. Forscher sehen dieses ambitionierte Ziel jedoch kritisch, da das Projekt auch einige Schwachstellen aufweist.

Flachen Küsten erschweren die Installation der Biosphären. Die Verwendung von Dünger unter Wasser gestaltet sich weitaus umständlicher als an Land. Aber vor allem ist das Grundnahrungsmittel Licht in den Treibhäusern knapp. Um ein optimale Lichtversorgung zu gewährleisten, müssen Taucher die transparenten Ballons regelmäßig putzen, was wiederum ein enormer Kostenfaktor ist.

 

Für mehr Details besuchen Sie die offizielle Webseite von “Nemo’s Garden” unter : http://www.nemosgarden.com