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Misfit Lebensmitteln retten

Eine herzförmige Kartoffel oder vielleicht doch ein krumme Gurke – Misfits findet man nur selten im Gemüseregal der Supermärkte. Doch warum wird dieses Lebensmittel nicht dort verkauft und welche Möglichkeiten gibt es, dass man die sie retten kann? Leaf Systems hat sich diese krumme Angelegenheit mal genauer angeschaut.

Misfits - Was ist das?

Laut Merriam-Webster versteht man unter Misfits “something that is the wrong shape or size or is inappropriate” also etwas das in der Form, Größe und Aussehen von dem Standard oder einer bestimmten Norm abweicht. Dieser Begriff wurde zu Beginn vorrangig zur Beschreibung von Personen, sogenannten „social misfits“, genutzt, die sich nicht in die Gesellschaft und ihre Umwelt integrieren konnten. Heute findet dieser Begriff jedoch auch Verwendung, um krummes und nicht den Normen entsprechendes Obst und Gemüse zu beschreiben.

So weit so gut. Es sind aber gerade diese verformten Kartoffeln und zu kleinen Äpfel, die den Landwirten in Europa große Sorgen bereiten. Große Supermarktketten verweigern den Verkauf von solchen Lebensmitteln, deswegen bleiben die Landwirte auf einer großen Menge an Obst und Gemüse sitzen.

Christian Heymann, Landwirt vom Vierfelderhof in Berlin-Gatow stellt fest, dass dabei

im  Schnitt circa 40 bis 50 Prozent Ausschuss entsteht.

Und dann denkt man sich – So eine Verschwendung! Kann man diese Lebensmitteln retten?

Die Vermarktungsnormen der EU

56 mm Querdurchmesser und 85g Gewicht muss ein perfekter Pfirsich oder eine makellose Nektarine haben. Früchte, die unter diesen Maßen liegen, werden in der Zeit vom 01. Juli und 31. Oktober in der nördlichen Hemisphäre nicht vermarktet. So schreibt es die Europäische Union vor. Die Vermarktungsnormen für Obst und Gemüse der Europäische Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sollen die Produktqualität durch die Anwendung dieser Normen auf bestimmte Erzeugnisse verbessern. Die Verordnung enthält dennoch Bestimmungen zu speziellen Lebensmitteln wie Äpfel bezüglich des Aussehens, Farbe und Größe.

Weitere Details finden Sie auf der offiziellen Webseite hier

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Quelle:Utopia.de

Lebensmitteln retten mit Etepetete-Bio

Das Projekt ETEPETETE arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Bio-Bauern in ganz Deutschland. Ziel ist es zu beweisen, dass auch “unperfekte” Lebensmittel von hoher biologischer Qualität sein können. Mit der ETEPETETE Gemüsekiste hat man nun die Möglichkeit den extravaganten Lebensmitteln eine Chance zugeben und gleichzeitig die Gemüsebauern zu unterstützen. Diese wird in einem wählbaren Intervall und Zeitfenster geliefert und enthält neben Obst und Gemüse auch kreative Rezeptvorschläge.

Weitere Details finden Sie auf der offiziellen Webseite hier

Culinary Misfits

Unter dem Motto “Esst die ganze Ernte” haben Lea Brumsack und Tanja Krakowski Anfang 2012 in Berlin den Catering-Service “Culinary Misfits” gegründet. Angefangen hat das Projekt mit einem Verkaufswagen in einer Markthalle und dem Ziel Lebensmittel mit Charakter salonfähig zu machen. Die beiden Designerinnen verkaufen nicht nur die verkannten Lebensmittel von Bio-Bauern der Region, sondern kreieren zusätzlich Leckereien aus den Misfits. In ihrem Laden in Kreuzberg bieten sie neben Workshops für Groß und Klein auch eine Misfit Reise mit Geschichten aus dem Berliner Umland und Kostproben an.

Weitere Details dazu finden Sie auf der offiziellen Webseite hier

Lebensmitteln Retten

Quelle: culinarymisfits.de