Manipulationsschutz Deutschland

RKSV ab dem 01.04.2017 verpflichtend in Österreich

Aus dem neusten Erlass des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) geht hervor, dass Unternehmen ab dem 01.04.2017 RKSV-tauglich sein müssen. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Verordnung und welche Anforderungen muss eine Registrierkasse ab April nun erfüllen? 

Kurz gesagt handelt es sich um die Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) ein landesweites verpflichtendes Update aller Registrierkassen. Dieses muss dafür sorgen, dass Registrierkassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung zur Manipulationssicherheit versehen werden und Belege mit elektronischer Signatur erstellen.

Bereits seit dem 01. Januar 2016 besteht für Unternehmen, besonders in der Gastronomiebranche, die Verpflichtung der Führung und Bereitstellung eines Datenerfassungsprotokolls sowie eine Regelung für den Ausfall einer Registrierkasse. Mit dem aktuellen Erlass des BMF tritt somit die zweite Stufe dieser Verordnung in Kraft, die zwingendermaßen für alle Unternehmen gilt. Wichtig ist hierbei zu bedenken, dass ab April keine Kasse mehr ohne diese Neuerung weiterbetrieben werden darf!

Anforderungen der Registrierkasse für die RKSV

Im Rahmen der RKSV müssen Registrierkassen zukünftig in der Lage sein jeden Kassenbeleg digital mit einem QR-Code zu signieren. Dazu noch müssen sie einen Umsatzzähler zu führen und ein Datenerfassungsprotokoll mit zu schreiben. Der Umsatzzähler obliegt hierbei die Aufgabe sämtliche Bareinnahmen kontinuierlich aufzusummieren und verschlüsselt zu speichern.

Das Datenerfassungsprotokoll, kurz DEP, dient zur Erfassung und Abspeicherung der einzelnen Barumsätze gemäß der am 01.Januar 2016 in Kraft getretenen Belegerteilungspflicht.

Einrichtung einer Signaturerstellungseinheit

Zusätzlich muss eine Kasse über eine Schnittstelle zu einer Sicherheitseinrichtung mit einer Signaturerstellungseinheit verfügen. Diese signiert jeden einzelnen Beleg elektronisch mit einem QR-Code oder OCR-Code. Das digitale Signieren erfolgt über ein sogenanntes Zertifikat, welches ähnlich wie die Sozialversicherungs-E-Card funktioniert.

Diese Karte ist ebenfalls in den Registrierkassen enthalten bzw. kann nachträglich hinzugefügt werden. Sie enthält eine eindeutige Seriennummer sowie einen kleinen Chip, der nicht anders als ein gewöhnlicher Rechner funktioniert. Die Kasse sendet somit die Belegdaten an diesen Chip, welcher eine unverfälschbare Signatur ermittelt und diese an die Kasse zurücksendet.

Diese Signatur besteht zum einen aus den Belegdaten selbst, aber auch der Signatur des unmittelbar vorangegangenen Belegs. Diese elektronisch eindeutige Signatur wird dann auf dem zugehörigen Beleg als Teil des maschinenlesbaren Codes aufgedruckt. Dieses Vorgehen gewährleistet die Bildung einer lückenlosen Kette aller Belege, wobei eine nachträgliche Manipulation eines Belegs die Ungültigkeit aller folgenden Belege zur Folge hätte.

Um bestens für diese verpflichtende Verordnung vorbereitet zu sein, sind in unserem Kassensystem leafPos bereits sämtliche Updates enthalten und es bedarf keiner zusätzlichen Erweiterung.

Nähere Details finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundesministeriums für Finanzen unter: https://www.bmf.gv.at/steuern/Registrierkassensicherheitsverordnung.html